Innovation und Projekte

Dank unseres Innovationsbewusstseins haben wir in unserem Tätigkeitsbereich Exzellenz erreicht. Wir beherbergen das größte Kamelreservat Europas, das unser ganzer Stolz ist und das uns dazu inspiriert hat, ein bahnbrechendes Projekt ins Leben zu rufen: Die Produktion und zukünftige Vermarktung von Kamelmilch, die einen sehr hohen Nährwert besitzt und positive Wirkungen bei Diabetes hat. Dieses Projekt, dass der breiten Öffentlichkeit noch relativ unbekannt ist, stellt vor allem für jene eine große Überraschung dar, die das Kamel für nichts weiter als ein zunehmend entbehrliches Nutztier hielten. Dem ist ganz und gar nicht so: Unser Projekt geht über unseren Beitrag zur Erhaltung dieser Tierart hinaus und schließt die Forschung über die Verwendungsmöglichkeiten der Kamelmilch ein, die wir ab dem kommenden Jahr vermarkten wollen.

Zu unserer Umwelt gehören natürlich nicht nur die verschiedenen Tierarten, sondern auch die reiche kanarische Flora, die ebenfalls einen wichtigen Platz in unseren Forschungen einnimmt. Die heimische Pflanzenwelt, mit der sich unser Projekt befasst und die trotz ihres Reichtums oft allzu gering eingeschätzt wird, birgt Heilpflanzen, Zierpflanzen, Futterpflanzen und Nahrungspflanzen. 

Wir haben noch weiter Projekte ins Leben gerufen, die sich auf folgende Themen beziehen: Feuchtgebiete, saubere Energie, die Entsalzungsanlage und die technologische Erneuerungen zur Verbesserung unserer Dienstleistungen, sowie die Selbstversorgung, wobei der großflächige Anbau von Futterpflanzen hervorzuheben ist.

Industrielle Produktion von Kamelmilch

Die Kamelmilch besitzt Eigenschaften, die sie in in vieler Hinsicht gesünder für die menschliche Ernährung machen als die normalerweise erhältliche Milch anderer Tierarten. Dabei ist vor allem ihr Vitaminreichtum und ihr geringer Fettgehalt hervorzuheben. Das Ziel unseres Projekts ist, die Kamelmilch zu vermarkten. Dazu werden zunächst die Faktoren untersucht, die auf die Milchproduktion Einfluss haben (Ernährung, Melktechniken), sowie die chemische Zusammensetzung und die positiven Eigenschaften der Milch. Im Rahmen des Projekts wird zuerst eine Durchführbarkeitsstudie erstellt, um die industrielle Produktion aufzunehmen sobald alle wichtigen Faktoren bekannt sind.

Es handelt sich um ein zukunftsweisendes Projekt, dessen Mittelpunkt ein besonders auf den östlichen Kanaren tief mit der ursprünglichen Lebensweise der Inseleinwohner verbundenes Nutztier ist. Die Kamele, die perfekt an das Wüstenklima unserer Inseln angepasst sind, schienen bis vor wenigen Jahrzehnten zum Aussterben verurteilt, weil sie nicht mehr für die Feldarbeit benötigt wurden, bei der sie früher unentbehrlich waren. Heute lebt in Oasis Park Europas größte Kamelherde (über 300 Exemplare). Abgesehen von unseren auf die Vermarktung der Kamelmilch ausgerichteten Untersuchungen tragen wir maßgeblich zur Erhaltung dieser Tierart auf den Kanarischen Inseln bei. Mittlerweile wurde sie offiziell als einheimische Rasse anerkannt, die die Bezeichnung “Kanarisches Kamel” erhält.

Samen kanarischer Pflanzen 

Die kanarische Pflanzenwelt ist äußerst vielfältig und umfasst ca. 2000 Arten, von denen 600 auf unserem Archipel endemisch sind. Dieser Reichtum birgt viele Möglichkeiten: Ihre Verwendung zu Heilzwecken, als Nahrung für Mensch und Tier, als Zierpflanzen oder für industrielle Anwendungen…die Palette ist breit gefächert, aber bis jetzt wurden nur wenige kanarische Pflanzen auf diese Aspekte hin untersucht.

Unser Projekt befasst sich vor allem mit Zierpflanzen. Wir versuchen, jene Arten zu identifizieren, die eine Reihe von Voraussetzungen erfüllen, unter anderem Schönheit, Zierwert und leichte Pflege. Eine grundlegende Bedingung ist, dass keine rechtlichen Hindernisse für ihren Anbau bestehen, das heißt, es muss sich um häufig vorkommende, nicht gefährdete Arten handeln. Wir haben bereits signifikante Fortschritte gemacht und eine Reihe von Pflanzenarten identifiziert, die diese Voraussetzungen erfüllen. Ihr biologischer Anbau (ohne Pestizide und Kunstdünger) ermöglicht die Produktion von Qualitätssamen. Diese werden das Spektrum der an die natürlichen Bedingungen der Kanaren angepassten Zierpflanzen bereichern und in der Zukunft Gärtnereien und Pflanzenliebhabern zugänglich sein.

Projekt für technologische Verbesserungen

Dieses Projekt ist auf die internationale Verbreitung unserer zoologischen und botanischen Forschungsarbeit und der Ressourcen des Zoos ausgerichtet. Außerdem ist vorgesehen, in Zusammenarbeit mit der Kanarischen Agentur für Innovation, Forschung und Information neue Informations- und Kommunikationstechniken einzuführen und die bestehenden zu verbessern. Angesichts der wachsenden Anzahl an Besuchern und deren Nachfrage nach zusätzlichen Dienstleistungen und Medien nehmen wir derzeit im Bereich Kommunikation und Informationstechnik tief greifende Änderungen und Verbesserungen vor. Unter anderem sind leistungsfähigere Server und ein WLAN-Netzwerk mit größerer Reichweite vorgesehen, das uns mit allen Teilen des Parks verbinden und die Videoüberwachung der Tiergehege und somit die Verbesserung unserer Arterhaltungsprogramme ermöglichen soll.

Projekt für erneuerbare Energien 

Es ist vorgesehen, Photovoltaik-Module zu installieren, damit sich die Restaurants und andere Bereiche des Parks selbst mit Energie versorgen können. Außerdem sollen Windräder zur Erzeugung elektrischer Energie installiert werden. Weitere geplante Maßnahmen sind die Anschaffung von Elektroautos und der Bau einer Entsalzungsanlage. So fördern wir die Nutzung sauberer Energien, die zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen.

Projekt für Kompostierung

Täglich produziert der Park mit seinen ausgedehnten Grünanlagen und zahlreichen Tieren eine große Menge organischen Abfalls, welcher derzeit in der Müllhalde entsorgt wird. Diese Abfallstoffe stellen ein bedeutendes Potential für die Produktion organischen Düngers (Kompost) dar, welches in Zukunft ausgeschöpft werden soll. Dieses Projekt entspricht der Philosophie der nachhaltigen Entwicklung, die von Anfang an der Tätigkeit unseres Unternehmen zugrunde lag.

Die Kompostierungsanlage basiert auf einer perfekt entwickelten Technologie, die schon seit Jahren in vielen, vor allem mitteleuropäischen Ländern eingesetzt wird, in denen diesbezüglich eine lange Tradition besteht. Die Anpassung an das Klima Fuerteventuras wird keine Schwierigkeiten bereiten, und wir werden ein hochwertiges organisches Produkt herstellen können, das dazu beiträgt, die Ressourcen optimal auszunutzen und Kosten zu sparen.

Projekt Feuchtgebiete

Bedingt durch das Wüstenklima ist Fuerteventura sehr arm an natürlichen Feuchtgebieten. Diese sind außerdem stark jahreszeitlich beeinflusst und viele trocknen im Sommer gänzlich aus. Unter Umständen können Jahre vergehen, ohne dass sie Wasser haben. Trotzdem lebt und brütet eine erstaunliche Vielfalt von Wasservögeln in diesen Feuchtgebieten, die gleichzeitig ein Zufluchtsort für die zahlreichen Zugvögel sind, die im Frühjahr und Herbst auf der Insel eine Rast einlegen und Nahrung suchen.
Wir haben im Park eine Reihe ausgedehnter, permanenter Süßwasserteiche angelegt, die von Ufervegetation umgeben sind. Damit sichern wir gefährdeten, auf Fuerteventura brütenden Vogelarten, wie zum Beispiel die Rostgans und die Marmelente, einen Brutplatz, besonders wenn ihnen in trockenen Jahren kaum geeignete Orte dazu zur Verfügung stehen. Die Teiche sind auch für die Zugvögel sehr wichtig, die ruhige und sichere Orte für eine Rast auf ihren weiten Reisen brauchen.
An den Teichen sind Beobachtungsplätze eingerichtet. Sie tragen zur Umwelterziehung bei, die eines der wichtigsten Anliegen von Oasis Park ist.

Projekt zur Selbstversorgung mit Tierfutter

Die zahlreichen Pflanzenfresser des Zoos (Kamele, Tiere der afrikanischen Savanne, Esel und viele mehr) benötigen jeden Tag eine enorme Menge Nahrung. Ein großer Teil wird bereits im Park selbst produziert, aber das Projekt eines Landbesitzes, auf dem nur Futterpflanzen angebaut werden, wird es bald ermöglichen, uns selbst mit 100% des Futterbedarfs zu versorgen. Der dazu vorgesehen Landbesitz liegt im Tal von Goroy im zentralen Teil Fuerteventuras. Es soll hauptsächlich Alfalfa produziert werden, aber auch andere Futterpflanzen, von denen einige Arten noch ziemlich neu auf der Insel sind, wie zum Beispiel der Meerrettichbaum, dessen Eigenschaften sehr gute Resultate versprechen, und das “Maralfalfa” genannte Futtergras.

Die Futterproduktion auf breiter Basis wird nicht nur die Selbstversorgung des Parks gewährleisten, sondern es auch ermöglichen, hochwertiges Futter zu günstigen Preisen an die zahlreichen Viehhalter Fuerteventuras zu verkaufen, die dies dringend benötigen. Derzeit wird das Viehfutter zum Großteil importiert und stellt daher einen hohen Kostenfaktor bei der Milch- und Käseproduktion dar.

Projekt für eine Meerwasserentsalzungsanlage

Der Park verfügt zwar über eine Entsalzungsanlage, aber der hohe Wasserbedarf macht den Bau einer zweiten Anlage erforderlich, die über modernste Technologie verfügen wird. Es ist eine über 900 m³/Tag produzierende Anlage geplant, die mit Windenergie betrieben werden soll. Die Anlage schließt ein kompliziertes Verfahren zur Energierückgewinnung ein, wodurch der außerordentlich hohe Umsetzungsfaktor von 40% erreicht wird. Die erforderliche Energie soll zum größten Teil von den ebenfalls geplanten Windrädern produziert werden, mit denen wir den ganzen Park mit sauberer Energie versorgen wollen. Mit diesem Projekt tun wir einen weiteren Schritt, um unsere Philosophie der nachhaltigen Entwicklung in die Praxis umzusetzen.